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Interview Sommer 2026

Silvano Wolf

Zur vergangenen Saison

Silvano, was war in der vergangenen Saison dein persönliches Highlight? 

Mein persönliches Highlight war die Europameisterschaft Anfang März in Aserbaidschan. Dort gewann ich in der U23-Wertung eine Silbermedaille im Vertikal und eine Bronzemedaille im Individual. Außerdem erreichte ich kurz darauf noch den 5. Platz in der Teamwertung der Langdistanz-Weltmeisterschaft ohne Jugendwertung in Arêches Beaufort und den 8. Platz in der Overall-Wertung. Insgesamt konnte ich bei vier Weltcup-Rennen Top-Ten-Platzierungen bei den Erwachsenen erzielen und das in meiner ersten Saison. Mir ist bewusst, dass dies außergewöhnlich ist, und darauf bin ich sehr stolz. Es war eine sehr erfolgreiche Saison.

Gab es auch einen Rückschlag oder eine schwierige Situation?

Nervig war, dass ich beim ersten Weltcup-Einsatz krank war und nicht an den Start gehen konnte. Sonst blieb aber alles verletzungsfrei. [BK1] Da der Großteil der Rennen erst nach den Olympischen Winterspielen stattfand, konnte ich mich perfekt darauf vorbereiten.   

Welches Ziel hast du dir für die kommende Saison gesetzt?

Ich würde gerne an die Resultate der vergangenen Saison anschließen. Bei der U23-Weltmeisterschaft möchte ich wieder erfolgreich sein und ansonsten einfach an die Leistungen des Vorjahres anknüpfen und mich noch weiter nach vorne orientieren. Langfristiges Ziel ist für mich Olympia 2033, weil es da die Disziplin Individual geben wird – was heuer noch nicht der Fall war. Individual und Vertical sind meine Kernkompetenzen und es ist mein Ziel, dort dabei zu sein.

Zum Ski-Club und seiner Geschichte

Seit wann bist du beim Ski-Club Arlberg?

Seit knapp zehn Jahren bin ich beim Ski-Club.

Was bedeutet dir persönlich die Mitgliedschaft in einem so traditionsreichen Ski-Club?

Es ist natürlich toll, wenn man Mitglied beim größten Ski-Club der Welt sein darf. Für die Unterstützung bin ich sehr dankbar, das ist nicht selbstverständlich, und hier konnte ich mich frei entfalten.

Erinnerst du dich an eine besondere Anekdote oder Geschichte, die du mit dem Ski-Club erlebt hast und die dir immer in Erinnerung bleiben wird?

Keine spezielle Anekdote, aber man erinnert sich gerne an die Sommerkurse zurück, wo wir oft am Gletscher waren. Viele Trainings waren ein großer Spaß und ich denke gerne daran zurück.

Was macht den Zusammenhalt im Ski-Club für dich aus?

Egal, welche Sportart man ausübt, man wird unterstützt und mit offenen Armen empfangen. Das ist einfach toll.  

Wenn du dir den Ski-Club in weiteren 25 Jahren vorstellst – was wünschst du dir für die nächste Generation von Athleten?

Dass diese auch weiterhin genau so unterstützt werden, wie ich es wurde, und dass man diese Tradition unbedingt so beibehält.

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Interview mit Silvano im Sommer 2025

Silvano, erzähle uns kurz von deiner Saison. Wie ist sie verlaufen?

Im Juli 2024 rückte ich für die Grundausbildung in der Goëss Kaserne in Klagenfurt ein. Nachdem diese Mitte August abgeschlossen war, konnte ich mich zum ersten Mal vollkommen auf den Sport fokussieren. Schon im September konnten meine Teamkollegen und ich aufgrund eines kurzen, aber intensiven Wintereinbruchs erstmals auf Schnee trainieren.

Wo habt ihr euch auf die Saison vorbereitet?

Im Herbst waren wir viel auf den Gletschern, vor allem am Kitzsteinhorn, wo wir uns optimal auf die Saison vorbereiten konnten.

Was war dein persönliches Highlight der letzten Saison – ein Rennen, ein Moment oder eine besondere Begegnung?

Mein Weltcupdebut war sicherlich das coolste Rennen der ganzen Saison und wird mir bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben.

Auf welche Ergebnisse der vergangenen Saison bist du besonders stolz?

Zwei Medaillen bei der WM, zwei Youth-WC Siege und fünf von fünf Podien in meinen Kerndisziplinen im Youth World Cup ist eine Bilanz, mit der ich auf jeden Fall zufrieden sein kann. Der zweite Platz in dem Gesamtweltcup bestätigt außerdem meine konstant gute Leistung in der vergangenen Saison.

Wie sieht dein Training aus? Wie bereitest du dich vor?

Ich trainiere an 6-7 Tagen ca. 30 Stunden pro Woche.

Von Frühling bis Herbst absolviere ich viele Trainings auf dem Rennrad, dem Mountainbike oder beim Trailrunning.

Zusätzlich trainiere ich im Frühling so lange wie möglich mit den Skiern auf dem Kaunertaler Gletscher und ab Herbst, sobald die Gletschersaison eröffnet ist.

Außerdem gehören Kraft – Regenerationstraining sowie Physioeinheiten zu meinem Alltag.

Konntest du dein Training konstant über die ganze Wintersaison so durchziehen?

Die Saison lief nahezu perfekt, jedoch konnte ich ab der WM, aufgrund einer langwierigen Verkühlung nur noch begrenzt trainieren und musste alles an Energie für die Wettkämpfe aufsparen.

Was wurde in dieser Saison für dich zur größten Herausforderung?

Beim letzten Jugendweltcup in Frankreich waren die Abfahrten aufgrund der hohen Temperaturen am Vortag und der Minusgrade in der Nacht extrem technisch.

Hast du Rituale, um vor einem Rennen nicht zu nervös zu sein?

Wenn ich weiß, dass ich gut in Form bin, bin ich nicht nervös.

Wie wichtig ist dein persönliches Umfeld für dich?

Vor allem Familie, Skiverband und Skiclub sind und waren immer schon sehr wichtig. Ansonsten bin ich eher jemand, der gerne alleine trainiert und selbst Verantwortung für seine Leistung übernimmt.

Was würdest du deinem "Ich am Anfang der Saison" heute sagen?

Grundsätzlich lautet mein Motto: „Viel bringt viel- mehr bringt mehr!“ Jedoch ist in einzelnen Fällen etwas weniger auch mehr.

Was erwartet dich in der kommenden Saison?

Ich freue mich schon sehr auf die nächste Saison, in welcher ich erstmals regelmäßig in der Elite starten werde. Ausschließlich bei der Europameisterschaft gibt es eine U23 Wertung, bei der mein Ziel natürlich eine Medaille wäre. Sportlich möchte ich in meiner ersten ganzen Saison im Weltcup Fuß fassen und regelmäßig die Top 20 erreichen.

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