Magdalena Egger
Zur vergangenen Saison
Magdalena, deine vergangene Saison hat phänomenal gestartet. Erzähl uns von St. Moritz.
Das war mein persönliches Highlight der vergangenen Saison. In St. Moritz feierte ich meinen ersten Weltcup-Podestplatz. Es war einfach genial, diesen tollen Moment voll aufzusaugen, und es motiviert mich natürlich sehr.
Wie ging es dann weiter? Gab es auch einen Rückschlag oder eine schwierige Situation?
Ich habe mir knapp einen Monat später bei der Abfahrt in Zauchensee eine Knieverletzung zugezogen. Somit musste ich die Saison schon früh beenden und mich voll und ganz auf die Reha konzentrieren. Ich war aber in besten Händen, fühlte mich sehr gut aufgehoben und das zum Saisonstart gewonnene Selbstvertrauen half mir durch diese Zeit.
Welches Ziel hast du dir für die kommende Saison gesetzt?
Ich freue mich schon auf den ersten Schneekontakt nach meiner Verletzung und möchte durch eine skitechnische Weiterentwicklung wieder das gleich große Vertrauen aufbauen wie in der letzten Vorbereitung. Meine Comeback-Saison möchte ich mit Ruhe angehen und entwicklungsorientiert arbeiten.
Wer hat dich in der vergangenen Saison besonders unterstützt?
Die Liste an Leuten, die mich speziell in dieser Saison mit der Verletzung unterstützen, ist sehr lang. An vorderster Stelle stehen dabei natürlich vor allem das engste Betreuerumfeld und die eigene Familie.
Zum Ski-Club und seiner Geschichte
Seit wann bist du Teil des Ski-Clubs und wie hat sich deine Beziehung zum Verein über die Jahre entwickelt?
Ich bin seit meinem siebten Lebensjahr Mitglied im Ski-Club Arlberg und sehr stolz, Teil dieser großen Skifamilie zu sein. Als Kind und Jugendliche habe ich sehr viel mit dem Ski-Club trainiert, ich erinnere mich an viele Tage im Gelände und dank dieser wurde meine Leidenschaft fürs Skifahren so groß. Mittlerweile absolviere ich zwar den größten Teil meines Trainings mit dem Österreichischen Skiverband, schaue aber immer wieder gerne bei Ski-Club Trainings der Kinder vorbei.
Der Ski-Club feiert dieses Jahr sein 125-Jahr-Jubiläum – was bedeutet dir diese lange Tradition persönlich?
Ich finde es faszinierend, Geschichten des Ski-Clubs zu hören und mehr aus der Vergangenheit zu erfahren. Einige davon kannte ich gar nicht, doch je mehr ich darüber erfahre, desto stolzer werde ich, Teil dieses tollen Vereins zu sein. Ich bin unseren Pionieren sehr dankbar, sie haben unglaublich viel in Bewegung gesetzt.
Erinnerst du dich an eine besondere Anekdote oder Geschichte, die du mit dem Ski-Club erlebt hast und die dir immer in Erinnerung bleiben wird?
Da gibt es einige. Aber besonders waren wohl meine ersten Kontakte mit dem Stangentraining und dem Rennsport. Als wir lernten, dass man einen Lauf im Vorfeld besichtigt und ihn anschließend gedanklich nochmals durchgeht, um ihn zu verinnerlichen, habe ich das bei der nächsten Liftfahrt am Hinterwies gleich versucht. Mit geschlossenen Augen konnte ich es mir besser vorstellen, doch ich war alleine am Lift[BK1] , konnte die Spur natürlich nicht bis ganz oben halten und fiel aus dem Lift.
Was macht den Zusammenhalt im Ski-Club für dich aus?
Es ist einfach diese Leidenschaft für das Skifahren, die die Leute zusammenhält. Diese Passion ist so groß, dass sie sogar weltweit verbindet.
Wenn du dir den Ski-Club in weiteren 25 Jahren vorstellst – was wünschst du dir für die Zukunft des Vereins und für die nächste Generation von Athleten?
Ich wünsche mir, dass die Generationen nach mir gleich schöne Erlebnisse haben, wie ich sie erleben darf, und dass die Leidenschaft und Vielseitigkeit des Skisports weitergegeben werden.